Orgeln Zürich

Zürcher Tonhalle ohne Orgel! 

Der Entscheid eine neue Orgel für die Tonhalle zu kaufen fiel knapp anfangs Sommer 2017, trotz engagierten Rettungsbemühungen. Jährliche Ausgaben für Unterhalt- und Reparaturarbeiten stiegen laut Hans-Peter Fricker, dem Präsidenten der Kongresshaus-Stiftung, gemäss einem Artikel im Tages-Anzeiger vom 7.2.2017, auf CHF 50´000 bis       CHF 60´000, dazu kommen Unzulänglichkeiten im klanglichen Bereich.   

  

Tonhalle-Orgel Ansicht Demontagearbeiten Ein Blick in den Unterbau des Instrumentes, links neben dem Spieltisch Eine ungewohnte Perspektive... Verpackung Vorgelege Windlade Standort der horizontalen Trompeten im Innern Vorgelege Windlade im Oberwerk Vorgelegen Windlade OW Schleifenzug-Registermagnet Ausbau im Oberwerk Blick aus dem Oberwerk... Robuste Stahllager im Orgelinnern Schnittstelle Holz-Gehäuse - Stahllagerelemente Orgelinneres Ausgebautes Windladen-Vorgelege Freigelegte Urfassung der Bemalung des Tonhallen-Saales

Acht polnische Orgelbauer und 2 „Orgelpackerinnen“ haben die grosse Orgel innert etwas mehr als 15 Tagen vorsichtig und fachmännisch abgebaut und die zum Teil filigranen Mechanikteile und empfindlichen Metallpfeifen sorgfältig gepolstert und eingepackt, damit sie auf dem langen Transport keinen Schaden erleiden. Jetzt harrt die zweite Tonhalle-Orgel aus Zürich zerlegt in einem Lagerhaus in Polen auf einen neuen Besitzer. Ernsthafte Interessenten an der  2. Tonhalle-Orgel melden sich bitte über das Kontaktformular .

Die ausgebaute 29-jährige Orgel wurde von den beiden Deutschen Orgelbau-Betrieben Steinmeyer und Kleuker in den Jahren 1986-88 erbaut. 1996 wurde das Instrument von Orgelbau Van den Heuvel verändert. Als Berater, unter anderem auch für die Disposition, amtete der französischen Organist Jean Guillou.

Die dritte Tonhalle-Orgel mit 70 Registern von der Orgelbau Kuhn AG aus Männedorf wird noch etwas grösser und kostet rund CHF 2,8 Mio., die von privaten Gönnern stammen. Sie soll 2020 eingeweiht werden.